Für welches Edelmetall man sich entscheidet, hängt von einigen persönlichen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem das Budget, die bevorzugter Farbe, Hautfarbe und in einigen Fällen auch die Hautverträglichkeit. Deswegen lohnt es sich, die einzelnen Edelmetalle genauer zu betrachten.

Allgemeines

Allen Edelmetallen ist gemein, dass sie zur Schmuckherstellung legiert werden, das heißt mit anderen Edelmetallen vermischt werden.
Die Edelmetalle mit dem höchsten Eigenanteil in Legierungen sind Platin und Palladium.

Als Faustregel lässt sich sagen, je höher der Eigenanteil des Metalls, desto hautverträglicher.
Die beliebtesten Edelmetalle für Verlobungsringe sind:

  • 14 Karat Weißgold oder Gelbgold
  • 18 Karat Gold Weißgold oder Rotgold
  • Rosegold (eigentlich Roségold)
  • Platinum
  • Palladium
  • Silber

Anzumerken ist, dass keines der genannten Edelmetalle kratzresistent ist. Es gibt jedoch Unterschiede bei der Wiederherstellung einer makellosen Oberfläche.



Beispielsweise tendieren Ringe aus Gold und Silber eher dazu, sich mit der Zeit abzutragen (weniger zu werden). Bei Palladium und Platin ist das so gut wie ausgeschlossen.

Verlobungsringe aus Gold

Verlobungsringe Gelbgold

Verlobungsringe Gelbgold

(Alle Bilder von 21DIAMONDS zur Verfügung gestellt)

Kaum ein Edelmetall steht symbolisch so sehr für Reichtum und Schönheit wie Gold.
Als eines der ersten Metalle, das von Menschen bearbeitet wurde, taucht es in unzähligen Geschichten und Sagen auf und wird heute zu großen Teilen für die Herstellung von Schmuck verwendet.

Was einige überraschen mag, ist, dass es nicht nur den bekannten Gelbgoldton zu kaufen gibt, sondern viele verschiedene Farbtöne.
Zu den meist verwendeten Farbtönen bei Goldringen zählen Weißgold, Gelbgold und Rotgold.

Da Gold in seiner natürlichen Beschaffenheit zu weich für die Schmuckherstellung ist, wird es mit anderen Metallen legiert.
Der Goldanteil wird dabei in Karat angegeben. Pures Gold hat 24 Karat.

Verlobungsringe Gold

Verlobungsringe Gold – Goldanteile in Karat

1 K bedeutet beispielsweise 1 von 24. Eine Punzierung (Stemplung) des Rings mit 14 K bedeutet demnach, dass dieser Ring einen Goldanteil von 58,5 % hat.
Nicht verwechseln sollte man die Karatzahl von Gold, mit denen von Diamanten. Bei Diamanten entspricht die Karatzahl Gewicht. 1 Karat bedeutet, dass der Diamant 0,2 Gramm wiegt.



Goldringe können mit der Zeit anlaufen.
Ob, wie stark und wie schnell das passiert, ist abhängig von der gewählten Legierung.
Um ein schnelles oder starkes Anlaufen zu vermeiden empfiehlt es sich grundsätzlich, in Legierungen mit einem Goldanteil von 14 oder 18 Karat zu investieren.
Von Legierungen mit weniger als 14 Karat Gold ist abzuraten.

Der Hauptunterschied zwischen 14- und 18-karätigen Ringen besteht darin, dass 18 karätige Goldringe empfindlicher gegenüber Kratzern und empfänglicher für Dellen sind.
Aufgrund des hohen Goldanteils aber auch hautverträglicher sind.
Die am häufigsten gewünschte und gewählte Goldlegierung für Verlobungsringe ist Weißgold.

Verlobungsringe aus Weißgold

Ringe Weißgold

Verlobungsringe Weißgold

„Weißgold“ ist als Sammelbegriff zu verstehen, da jeder Hersteller bei der Legierung seine eigene Rezeptur verwendet.
Zu den häufigsten Legierungen für Weißgold zählen Weißgoldringe mit einem 58,5%igem oder 75%igen Goldanteil in Kombination mit Silber und Mangan, oder alternativ mit dem Metall Palladium.

Farblich ähnelt Weißgold stark Platin, das nicht zufällig.
Tatsächlich wurde Weißgold als günstigere Alternative zum teuren Platin entwickelt und versucht diesem in der „weißen“ Farbe nachzueifern.
Dazu wird ein Großteil der Ringe zusätzlich rhodiert, das heißt mit einer Rhodiumschicht zu überzogen.
Bei Goldlegierungen mit einem Goldanteil von weniger als 58,5 % ist eine solche Rhodierung immer notwendig, da die Ringe aufgrund eines erhöhten Silberanteils sehr schnell anlaufen können.
In den meisten Fällen werden auch höher karätige Weißgoldringe rhodiert um eine extra Schutzschicht zu haben.
Der einzige Nachteil einer Rhodiumschicht ist, dass sie sich mit der Zeit abträgt. Auf Wunsch kann diese aber erneuert werden.

Früher war es üblich, dem Weißgold Nickel beizumischen. Dadurch erhielt der Ring eine sehr weiße Farbe.
Da aber mittlerweile bekannt ist, dass Nickel bei vielen Menschen allergische Reaktionen hervorruft, ist es seit einigen Jahren verboten, größere Mengen an Nickel beizumischen.

Sollten Sie sich für Weißgold entscheiden, empfiehlt es sich deshalb, vorher zu testen, ob Sie auf kleine Mengen von Nickel allergisch reagieren.
In dem Fall, dass Sie allergisch reagieren, sollte Sie entweder auf ein anderes Edelmetall umsteigen (z.B. Platin oder Palladium) oder sich vom Hersteller garantieren lassen, dass der Schmuck absolut nickelfrei ist.

Sollten Sie den Ring ununterbrochen tragen wollen, würde ich Ihnen Weißgoldringe mit einem 14-karätigen Goldanteil und einem gewissen Anteil an Palladium empfehlen, da 18-karätige Goldringe ein wenig zu weich sind und schnell Macken bekommen (zu finden unter anderem bei 21DIAMONDS).



Die Preise von Weißgold variieren in Abhängigkeit von den zugemischten Metallen und dem aktuellen Goldpreis.
Als Faustregel kann man jedoch sagen, dass Verlobungsringe aus Weißgold wesentlich günstiger sind, als Verlobungsringe aus Platin (Platinringe sind ca. doppelt so teuer).
Das liegt zum einen daran, dass die beigemischten Metalle günstiger sind als Platin und Gold, zum anderen daran, dass Goldlegierungen eine geringere Dichte als Platin haben.
Somit braucht man für das gleiche Ringvolumen weniger Material.
Logischerweise ist ein Ring aus Weißgold teurer, je mehr Feingold enthalten ist (z.B. ist ein 18-karätiger Ring teurer als ein 14-karätiger Ring)

TIPP: Im Gegensatz zu Ringen aus Gelbgold, sollten Sie bei farblosen Diamanten darauf achten, dass dieser keine Farbbewertung schlechter als I hat (mehr zu Diamanten hier), da ein getrübter Diamant bei Weißgold schneller auffällt.

TIPP II: Aufgrund seiner hellen Farbe passt Weißgold generell sehr gut zu helleren Hauttönen. Dunklere Hauttöne harmonieren besser mit Gelbgold oder Rosegold.

Verlobungsringe aus Rosegold

Ring Rotgold

Verlobungsringe Rosegold

Verlobungsringe aus Rotgold und Rosegold, auch bekannt unter den Namen Russen- oder Türkengold, werden seit einigen Jahren stärker nachgefragt. Sind aber dennoch derzeit relativ selten vertreten.

Rot- und Rosegold bestehen zu unterschiedlichen Anteilen aus Gold, Silber und Kupfer, wobei der Kupfer den charakteristischen Farbton ausmacht. Je mehr Kupfer im Verlobungsring enthalten ist, desto dunkler ist der Ring in der Regel, desto kräftiger das Rot.

Rosegold hat vor allem zwei positive Eigenschaften:

1. Es passt sowohl zu dunkleren, wie auch zu helleren Hauttönen (im Gegensatz zu Weiß- und Gelbgold)
2. Es ist etwas günstiger als Gelb- oder Weißgold.
3. Rosegold und Rotgold sind etwas kratzresistenter
4. Sie laufen mit der Zeit weniger schnell oder gar nicht an.

Ebenso wie Weiß- und Gelbgold, wird Rosegold typischerweise mit 14 oder 18 karätigem Goldanteil angeboten.
Der Rote Farbton sticht umso kräftiger hervor, je mehr Kupfer enthalten ist (tendenziell also stärker bei 14 karätigen).
Wichtig ist, dass Sie vorher testen, ob Sie allergisch auf Kupfer reagieren.

Verlobungsringe aus Gelbgold

Verlobungssring Gelbgold

Verlobungsring Gelbgold

Wie Rotgold, besteht die Legierung von Gelbgold zu unterschiedlichen Anteilen aus Gold, Silber und Kupfer. Typisch sind Goldlegierungen mit Goldanteilen von 58,5 % (14 Karat) und 75 % (18 Karat).

Mit steigender Karatzahl kommt die Farbe dem ursprünglichen Goldton sehr nahe.
Aus gutem Grund werden Ringe mit einem Goldanteil über 18 Karat so gut wie nicht angeboten, da sie zu weich sind.

Wer einen Ring aus Gelbgold bevorzugt, kann beim Kauf eines passenden Diamanten sparen. Während man bei Ringen aus Weißgold oder Platin darauf achten sollte, dass der Diamanten eine Farbstufe hat, die besser als J ist, kann man bei Ringen aus Gelbgold noch bis zur Stufe M gehen! (mehr über Diamanten erfahren Sie hier: Diamantringe)



Verlobungsringe aus Gelbgold eignen sich vor allem bei dunkleren Hauttönen. Bei sehr hellen Hauttönen ist von Gelbgold eher abzuraten.

Verlobungsringe aus Platin

Verlobungsring Platin

Verlobungsringe Platin

Platin ist weiß schimmerndes Edelmetall, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut.
Wer sich für einen Verlobungsring aus Platin entscheidet, trifft damit gleichzeitig die Entscheidung eine gewisse Summe in den Verlobungsring zu investieren. Das war nicht immer so:
Platin bedeutet übersetzt „kleines Silber“ und wurde früher für „unreifes Gold“ oder „lästiges Begleitmaterial“ bei der Goldsuche gehalten.
Viele haben das Platin einfach zurück in den Fluss geworfen. Heute undenkbar.
Doch was macht Platin so begehrenswert und vor allem teuer?

Dafür gibt es vor allem vier Gründe:

1. Status (Platin gilt als teurer und exklusiver als Gold),
2. Gute Materialeigenschaften (Ringe aus Platin sind sehr hautverträglich und tragen sich mit den Jahren nicht ab)
3. Farbe und Farberhalt (ein Platinring erhält seine ursprüngliche Farbe ein ganzes Leben lang)
4. Seltenheit (jährlich werden laut wiwo nur etwa 200 Tonnen befördert; im Gegensatz dazu Gold 2500 Tonnen und Silber ganze 20.000 Tonnen)

Warum ist Platin so teuer?
Platinringe sind im Schnitt doppelt so teuer wie Ringe aus Weißgold.
Das erscheint vor allem dann merkwürdig, wenn man sich die aktuellen Platin- und Goldpreise anschaut: Platinpreis für eine Unze (31,103 g): 859,50 EUR, reines Gold 1.026,50 EUR pro Unze.
Gold ist teurer als Platin!
Dass Platinringe trotzdem wesentlich teurer sind, als Ringe aus Weißgold, liegt zum einen daran, dass man für einen Ring aus Platin wesentlich mehr Material benötigt, da Platin eine höhere Dichte als Gold hat. (Wenn Sie einen Platin- und einen Goldring vergleichen werden Sie das an einem deutlichen Gewichtsunterschied feststellen).
Zum anderen bestehen Verlobungsringe aus Platin zu 95 % aus Platin, wohingegen Ringe aus Weißgold nur zu Anteilen aus Gold bestehen.

Im Gegensatz zu Weißgold kann Platin schnell etwas matt wirken und sollte deswegen alle paar Jahre aufpoliert werden.
Anders als bei Gold- oder Silberringen kommt es dabei zu keinem Materialverlust.
Das heißt auch nach vielen Jahren werden Sie Ihren Ring im vollen Umfang genießen können (während ein Ring aus Gold mit den Jahren gerne etwas schmaler wird).

Ein weiterer Vorteil, der sich daraus ergibt, bezieht sich auf die Diamantfassung. Da der Ring sich nicht abträgt, bleibt der Diamant immer fest und somit sicher eingeschlossen.
Platinringe sind besonders dann interessant, wenn man auf andere Metalle allergisch reagiert, denn Platin ist ausgesprochen hautverträglich.
Dies liegt wiederum, wie auch bei der Farbe, an dem sehr hohen Reingehalt an Platin.

Verlobungsringe aus Palladium

Verlobungsring Palladium

Verlobungsringe Palladium

Palladium gehört zur Gruppe der Platinmetalle und ähnelt Platin in Aussehen und Eigenschaften sehr.
Wie Platin wird Palladium überwiegen in Legierungen angeboten, die zu 95% aus Palladium bestehen, und ist somit sehr hautverträglich.

Da Palladium leichter ist als Platin, braucht man zur Herstellung eines Ringes weniger Material, deswegen sind Ringe aus Palladium günstiger als Ringe aus Platin und 18karätigem Weißgold, jedoch häufig etwas teurer als 14 karätiges Weißgold.
Palladium ist leicht gräulicher als Platin, hat aber ebenfalls den Vorteil nicht rhodiert werden zu müssen und seine ursprüngliche Farbe ein Leben lang zu erhalten.
Zudem trägt es sich mit der Zeit nicht ab und behält seinen vollen Umfang.

Trotz seiner positiven Eigenschaften wird Palladium von nur sehr wenigen Bietern angeboten. Einer dieser Anbieter ist beispielsweise Zoara, der Palladium als Hauptedelmetall anbietet, oder 21DIAMONDS, bei dem Palladium als Legierungsmetall verwendet wird.
Grund dafür, dass Palladium eher weniger häufig verwendet wird, liegt darin, dass der Palladiumpreis hohen Schwankungen unterliegt und die Farbe etwas gräulicher ist, als die von Weißgold oder Platin ist.

Verlobungsringe aus Silber

Verlobungsringe Silber

Verlobungsringe Silber

Während Silber ein beliebtes Metall zur allgemeinen Schmuckherstellung ist, wird es eher selten (weniger als ¼ aller Verlobungsringe) für Verlobungsringe oder Eheringe verwendet.
Während es früher kurzzeitig für wertvoller als Gold gehalten wurde (wikipedia), ist es heute wesentlich erschwinglicher als dieses.
Der aktuelle Kurspreis von Silber liegt derzeit bei knapp 13 Euro für eine Feinunze (eine Feinunze entspricht 31,1 Gramm).
Im Vergleich dazu liegt der Goldpreis für eine Feinunze bei derzeit 1.023,61 EUR und der von Platin bei 868,50 EUR.

Silber, in reinem Zustand (99,99 %) ist zwar härter als Gold, aber immer noch zu weich für die Herstellung von Schmuck. Deshalb muss Silber, wie auch Gold, legiert werden.
Die bekannteste und am häufigsten angebotene Silberlegierung ist Sterlingsilber, bestehend aus einem großen Teil Silber und einem kleinen Teil Kupfer.
Der Name lässt sich auf das damalige Münzgeld in Großbritannien zurückführen, bei dem man die Münzen auch Sterlinge nannte. Sterlingsilber hat einen Silberanteil von 92,5 %.

Teilweise geht das Gerücht umher, Sterlingsilber könne nicht anlaufen.
Dass Sterlingsilber nicht anläuft, stimmt leider nicht.
Es läuft an, allerdings weniger schnell und stark, als minderwertigere Silberlegierungen, aber wesentlich schneller als andere Edelmetalle (Silber ist kein Edelmetall!).
Um dem Anlaufen vorzubeugen, besteht die Möglichkeit, den Verlobungsring aus Silber vorher rhodinieren zu lassen (das heißt, mit einer Schicht Rhodium zu überziehen).
Allerdings trägt diese sich mit der Zeit ab und muss erneuert werden.



Generell rate ich von Verlobungsringen oder Eheringen aus Silber ab, da sie von allen vorgestellten Metallen am schnellsten Alters- und Gebrauchsspuren zeigen. Sollten Sie dennoch einen Blick auf Ringe aus Sterlingsilber werfen wollen, finden Sie diese bei 21DIAMONDS